Feuerlöscher

Bedienung von Feuerlöschern:

1. Löscher entsichern
2. Spritzpistole fest halten, da ein Rückstoß zu erwarten ist.
3. In kurzen Stößen löschen. Ein 6 kg-Löscher ist nach ca. 10 Sekunden leer.

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Feuerlöscher sind unter beachtung der Warnhinweise und nur für die zugelassenen Brandklassen einzusetzen. Bei Inbetriebnahme dürfen sich keine Körperteile in Wirkrichtung des Überdruckventils befinden. Nach Beendigung des Einsatzes ist der Feuerlöscher auf den Kopf zu stellen und drucklos zu machen.

Feuerlöscher sind nach jeder Betätigung, auch bei nur teilweiser Entleerung neu zu füllen!

Alle Feuerlöscher sind in regelmäßigen Zeitabständen, die nicht länger als 2 Jahre betragen dürfen, durch sachkundige Prüfer auf ihre Einsatzbereitschaft zu überprüfen.

Brandklassen

Die Brandklassen, für die die Feuerlöscher zugelassen sind, sind mit folgenden bildlichen Darstellungen auf dem Löscher gekennzeichnet:

Brandklasse A:

Brennbare feste Stoffe, flammen- und glutbildend (hauptsächlich organischer Natur, z.B.: Holz, Papier, Stroh, Kohle, Textilien, Autoreifen)

Typisches Löschmittel: Wasser, Schaum, ABC-Pulver

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Brandklasse B:

Brennbare flüssige Stoffe, oder flüssig werdende Stoffe (z.B.: Benzin, Öl, Fett, Teer, Wachs, Alkohol, Kunststoff)

Typisches Löschmittel: Schaum, ABC-Pulver, BC-Pulver

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Brandklasse C:

Brennbare Gase (z.B.: Methan, Propan, Wasserstoff, Acethylen, Stadtgas)

Typisches Löschmittel: ABC-Pulver, BC-Pulver

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Brandklasse D:

Brennbare Metalle (z.B.: Magnesium, Aluminium und deren Legierungen, sowie sonstige Metalle, einschließlich Natrium und Kalium.

Typisches Löschmittel: D-Pulver

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Brandklasse F:

Fettbrände in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Kücheneinrichtungen und -geräten.

Typisches Löschmittel: Fettbrandlöscher

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Hintergrund der Brandklasse F: Prinzipiell gehören Fette der Brandklasse B an, jedoch werden Fettbrände wegen ihrer besonderen Gefahren und Eigenheiten ab sofort einer gesonderten Brandklasse F zugerechnet.

Besonders problematisch sind Fettbrände deshalb, weil Löschversuche mit Wasser fast zwangsläufig zur Fettexplosion führen. Ursache dafür ist der so genannte Siedeverzug zu dem es kommt, wenn ein flüssiges wässriges Löschmittel ins heiße Fett eingebracht wird und in diesem absinken kann. Daher verbieten sich Wasser- und auch normale Schaumlöscher, da dort meist ein maßgeblicher Teil des Löschmittels, wohl durch die Art der Düse (Sprühschaumdüse), flüssig abgegeben wird.

Brennende Fette und Öle verhalten sich im hoch erhitzten Zustand quasi wie selbstentzündliche Flüssigkeiten. Daher sind auch Pulver- und CO2-Löscher nicht sinnvoll zu verwenden, da nach Abnahme der Löschmittelkonzentration das Brandgut meist wieder Feuer fängt; vom Löschmittelschaden durch das Pulver einmal ganz abgesehen.

Nach neueren Erkenntnissen sind Löschdecken zum Löschen von Fettbränden - dafür wurden sie in der Vergangenheit in Küchen häufig vorgehalten - nicht geeignet. Dabei wurde festgestellt, dass die Feuerlöschdecken (Wolle, Baumwolle, Glas-, Nomex- und Kevlargewebe) nicht geeignet sind, da sie durch das hohe "Hitzepotential" durchbrennen. Vermutlich kondensierten in den Decken die heißen Fettdämpfe und sorgten für eine Entzündung der Decken (Dochteffekt).

Als simpelste Lösung - bei Friteusen meistens nicht möglich - bietet sich ein trockener Topfdeckel an. Nach Abstellen der Energiezufuhr zur Kochstelle lässt sich ein Fettbrand damit effektiv ersticken. Vorsicht vor Kondenswasser an benutzten Kochdeckeln, das abtropfende Wasser kann bereits zu einer Fettexplosion mit schweren Verletzungen und Schäden führen!

Auf Grund der ganzen vorher genannten Gründe, gibt es seit einiger Zeit auch spezielle Fettbrandlöscher, die über eine besondere Düse und unter Umständen auch über ein spezielles Löschmittel verfügen; die Eignung für Fettbrände ist auf dem Löscher angegeben.

Ein falsches Löschmittel kann einen Brand schlagartig um ein vielfaches vergrößern (Bsp.: Besprühen eines Fettbrandes mit Wasser).