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ABC-Komponente

Die Pentlinger Feuerwehr verfügt seit März 2000 über ein Dekontaminationsfahrzeug. Das Fahrzeug wurde von der Feuerwehr Amberg-Sulzbach die einen neuen Dekon-LKW-P erhalten haben übernommen. Die Unterhaltungskosten für dieses Fahrzeug werden vom Bund, dem Freistaat Bayern und den Kreisverwaltungsbehörde des Landkreises Regensburg getragen, somit entstehen der Gemeinde Pentling keine Kosten.

Das Fahrzeug wurde in den 60er Jahren speziell für die Dekontamination von Personen nach atomaren, biologischen und chemischen Zwischenfällen konstruiert. Wobei hier nicht nur die Dekontamination des Einsatzpersonal im Vordergrund steht, sondern speziell die Reinigung der zivilen Bevölkerung. Das Fahrzeug der Feuerwehr Pentling wurde 1980 gebaut, hat aber trotz seines hohen Alters noch heute einen hohen Einsatzwert für die Feuerwehr.

Im Januar 2001 wurde offiziell die ABC-Komponente ins Leben gerufen.

Wie bereits bekannt, wurde zum 01. Juli 2011 die Wehrpflicht ausgesetzt. Dies betrifft auch die freigestellten Helfer, ihr Dienst endete auf Antrag am 30.06.2011, eine weitere Tätigkeit kann von den Helfern ohne ihr Einverständnis nicht verlangt werden.

Es besteht die Möglichkeit, dass freigestellte Helfer auf eigenen Wunsch ihren Dienst bis zum Ende der ursprünglichen Verpflichtungszeit leisten, darüber hinaus kann der Helfer auch über diese Zeit im Katastrophenschutz mitwirken (Helfer verpflichtete sich für mindestens 6 Jahre, mit Verkürzung also mindestens 4 Jahre).

Im April 2014 erhielt die ABC-Komponente ein neues Dekon-P-Fahrzeug. Ziel ist es mit der flächendeckenden Verteilung leistungsstarker Spezialisten in Sachen Dekontamination bei Großschadensereignissen die beste Versorgung zu gewährleisten. Die ABC-Komponente ist nachwievor, auch nach Aufhebung der Wehrpflicht, fester Bestandteil bei größeren Gefahrgutereignissen oder z.B. auch Tierseuchen. Die ABC-Komponenente verfügt über Personal mit entsprechendem spezifischem Fachwissen zum Umgang mit den Spezialgeräten, sowie eben auch über entsprechende Gerätschaften, die im Feuerwehrbereich nicht ganz alltäglich sind.

Chlorgasaustritt im Freibad Beratzhausen - Großübung der Feuerwehren

2. Oktober 2019

Ein Großaufgebot von Feuerwehr- und Rettungsdienstkräften ist am Freibad in Beratzhausen vor Ort. Viele Badegäste befinden sich noch auf dem Gelände. Was war passiert? Ein Monteur will eine Flasche mit Chlorgas auswechseln. Diese kippt dabei um, das Ventil wird beschädigt und Chlorgas kann ungehindert ausströmen. Ein Szenario das in Beratzhausen zum Glück nur eine Großübung ist, so aber in der Realität jederzeit vorkommen kann. „Wir hatten das Thema Bad schon lange auf unserer Agenda. Dann hat sich unser Gefahrgutbeauftragter der Sache angenommen und eine entsprechende Übung ausgearbeitet“, so Stefan Kalb, 1. Kommandant der Feuerwehr Beratzhausen.

Zum Zeitpunkt des Chlorgasaustritts befinden sich noch viele Badegäste in dem betroffenen Bereich. Die meisten können alleine aus dem Gefahrenbereich flüchten, doch auch einige nicht gehfähige Patienten müssen die Feuerwehrkräfte unter Atemschutz mit Rollstühlen und Tragen evakuieren. Andere Trupps schlagen derweil die giftigen Dämpfe mit einem Sprühnebel aus Wasser nieder und bergen die beschädigte Gasflasche unter CSA (Chemikalienschutzanzügen). Während der Arbeiten werden kontinuierlich Messungen der Chlorgaskonzentration in der Luft durchgeführt. Außerhalb des Schwimmbadgeländes ist mittlerweile die ABC-Komponente des Landkreises Regensburg mit drei Fahrzeugen eingetroffen. „Wir müssen nun in sehr unwegsamen und hügeligem Gelände den Dekonplatz Stufe 3 aufbauen, weil der Parkplatz des Freibades mit rund 200 Autos belegt ist“, so Hans Hopfensperger, Leiter der ABC-Komponente. Das wäre aber in echt wohl auch der Fall, denn das Freibad ist die Badesaison über gut besucht; zu Spitzenzeiten sind hier bis zu 2.500 Gäste pro Tag. 11 Mitglieder der ABC-Komponente bauen so, mit Unterstützung anderer Feuerwehren, innerhalb 40 Minuten drei Zelte inklusive Duschzelt auf. In Absprache mit Rettungsdienst und den Leitenden Notarzt Markus Werkmann, werden 12 betroffene Personen aus dem Schwimmbad in der Dekontaminationsdusche mit Wasser „geduscht“ (dekontaminiert) und anschließend in einem Zelt medizinisch behandelt. Per Durchlauferhitzer hat das Wasser auf dem Dekonplatz angenehme 28 Grad Celsius. Nach der Behandlung werden die Verletzten mit Rettungswagen abtransportiert. Nikolaus Hirschmann, Organisatorischer Leiter Rettungsdienst zeigt sich zufrieden: „Wir konnten von dieser Übung viel mitnehmen und sind froh, dass wir so ein Szenario einmal testen konnten. Wir haben viele Sachen bemerkt, über die wir uns im Vorfeld noch nie Gedanken gemacht haben. Im Großen und Ganzen hat aber alles sehr gut geklappt.“ Beteiligt an der Übung waren die Feuerwehren aus Beratzhausen, Laaber, Oberpfraundorf und Rechberg, sowie die ABC-Komponente und Feuerwehrführungskräfte aus dem ganzen Landkreis Regensburg. Von Seiten des Rettungsdienstes waren vier Rettungswagen, der Leitende Notarzt (LNA) Markus Werkmann, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (Orgl) Nikolaus Hirschmann, eine SEG Behandlung der Malteser, sowie die SEG Technik und Sicherheit des BRK KV Regensburg vor Ort. Feuerwehreinsatzleiter war Jörg Fischbach und ebenfalls von der FF Beratzhausen übernahmen Markus Schmidt und Jürgen Spangler jeweils die Abschnittsleitung.

Info-Facts

ABC-Komponente:
Die ABC Komponente des Landkreises Regensburg wurde im Januar 2001 ins Leben gerufen und ist seitdem bei der Feuerwehr in Pentling stationiert, da diese bereits ein Jahr zuvor ein Dekontaminationsfahrzeug (DMF) erhalten hat. Die Komponente wird von Kreisbrandmeister Hans Hopfensperger geleitet und hat 2014 ein Dekon-P Fahrzeug vom Bund erhalten, dass direkt der Katastrophenschutzbehörde untergeordnet ist. Das alte DMF wurde daraufhin ausgemustert. Bis zur Abschaffung der Wehrplicht am 01. Juli 2011, wurde die ABC-Komponente durch freigestellte Helfer besetzt. Danach und bis heute von Ehrenamtlichen aus den Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Regensburg. Mit dem Gerätewagen Dekon-P lassen sich die Dekontaminationsplätze Stufe 1 – 3 aufbauen. Beim Aufbau der Stufe 3 können pro Stunde bis zu 40 Personen dekontaminiert werden. Bei einer Dekontaminierung spricht man von dem Entfernen von gefährlichen Verunreinigungen (radioaktiv, biologisch oder chemisch) von Personen, Objekten oder Flächen.

Chlorgas:
Chlorgas besitzt einen stechenden durchdringenden Geruch und seine ätzende Wirkung ist bereits schon bei geringer Konzentration wahrnehmbar. Es hat meist eine grüne bis gelbgrüne Färbung bei mittlerer bis hoher Konzentration. Chlorgas ist giftig und reizt Augen, Nase und Rachen, löst Husten und ein Erstickungsgefühl aus. Es können in höheren Konzentrationen schwere Atembeschwerden auftreten; auch eine tödliche Lungenschädigung ist möglich. Zur Dekontamination betroffener Personen wird im Katastrophenschutz  Wasser verwendet.

 

Artikel in der Mittelbayerischen Zeitung mit Fotogalerie

Artikel im Wochenblatt

10 Jahre Katastrophenmedizin an der Uni Regensburg - Medizinstudenten besuchen ABC Einheit

Für ihre Medizinstudenten bietet das Uniklinikum Regensburg (UKR) jedes Jahr das Seminar Katastrophenmedizin an. Mediziner werden immer wieder bei Extremsituationen gefordert, wie zum Beispiel jüngst beim Tsunami in Indonesien oder dem schweren Unwetter auf der Ferieninsel Mallorca. Bei solchen Ereignissen stehen sie vor enormen fachlichen und organisatorischen Herausforderungen. Das UKR bereitet seine Studierenden auf solche Situationen vor.

Auf dem Unterrichtsplan stehen neben theoretischen Grundlagen auch eine Reihe praktischer Übungen. "Wir legen besonderen Wert auf die Ausbildung der organisatorischen Fähigkeiten und Führungskompetenzen der Nachwuchsmediziner, da dies im restlichen Studium meist zu kurz kommt" erläutert Seminarleiter Dr. Michael Dittmar von der Klinik für Anästhesiologie. In Planspielen werden die angehenden Ärztinnen und Ärzte fiktive Großschadenslage mit bis zu 25 Verletzten in Echtzeit abarbeiten.

Der praktische Teil des Seminars ist immer ein besonderes Highlight für die Studentinnen und Studenten, denn dort dürfen Sie einmal selbst in Chemikalienschutzanzüge schlüpfen oder sehen, wie eine Dekontaminationsstelle funktioniert. Hierfür kommen die Seminarteilnehmer zur Freiwilligen Feuerwehr nach Pentling. Dort ist die ABC-Komponente des Landkreises Regensburg unter der Leitung von Kommandant Hans Hopfensperger stationiert. Am vergangenen Donnerstag (11.10.2018) waren es neun angehende Ärztinnen und Ärzte, die in die Landkreisgemeinde kamen. Das Seminar gibt es heuer genau zum 10. Mal. Die aktive Feuerwehrmannschaft führte den Medizinern die einzelnen Gerätschaften vor. Aktuell sind bei der ABC Einheit des Landkreises 16 Ehrenamtliche dabei. Je nach Schutzstufe bewahrt der Chemikalienschutzanzug (CSA) seinen Träger vor festen, flüssigen, gas- oder dampfförmigen Schadstoffen. Die Teilnehmer bekamen dadurch einen eigene Eindruck von den Belastungen, denen die Feuerwehrleute im Einsatz ausgesetzt sind. Der Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Pentling war nur eine von vielen praktischen Seminarinhalten, die den Studierenden neben theoretischen Grundlagen vermittelt werden. Die Floriansjünger freuen sich schon auf die neuen Studentinnen und Studenten vom neuen Kurs im nächsten Jahr.

Neben den Medizinern, besichtigten am Donnerstag auch Vertreter der THW Ortsverbände Laaber und Wörth an der Donau die ABC Einheit. Man möchte sich hier gegenseitig über die jeweils vorhandenen Gerätschaften austauschen, um bei Schadenslagen schneller reagieren und Hand in Hand zusammen arbeiten zu können. In Belgien beispielsweise ist aktuell die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen. Solche Lagen lassen sich auch im Landkreis Regensburg nicht ausschließen, weshalb im Ernstfall Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und andere Behörden eng zusammen arbeiten müssen.

Übergabe des neuen Katastrophenschutzfahrzeug für die ABC-Komponente des Landkreises Regensburg

02. August 2014

Bayern investiert Millionen in neue KatS-Fahrzeuge 

Feuerwehren und Hilfsorganisationen haben 94 Fahrzeuge des Katastrophenschutzes erhalten – Mehrjähriges Investitionsprogramm des Freistaats. 

Innenminister Joachim Herrmann hat im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung Anfang August auf dem Flugplatz Manching bei Ingol- stadt 94 Fahrzeuge des Katastro-

Löschwasserfördersysteme im Wert von sechs Millionen Euro aus Mit- teln des „Bayerischen Investitions- und Beschaffungsprogramms“ finanziert. „Das ist unsere größte

dem neuesten Stand gehalten werden kann, hat der Freistaat Bayern seit 2009 ein mehrjähriges Investitions- programm mit einem Volumen von 40 Millionen Euro aufgelegt.

Joachim Herrmann bedankte sich, dass auch der Bund im Rahmen sei- ner Zuständigkeit für den Katastro- phen- und Zivilschutz 28 Sanitäts- gerätewagen, 14 Dekontaminations- fahrzeuge und einen Schlauchwagen finanziert hat. Gleichzeitig appellier- te er aber an den Bund, sich nicht aus der gemeinsamen Verantwortung für den Bevölkerungsschutz zu ver- abschieden. Seit 2007 bestehe zwi- schen dem Bund und den Ländern die Vereinbarung, dass der Bund jährlich 57 Millionen Euro zur Fi- nanzierung von Fahrzeugen bereit- stellt, die die Länder gerade auch bei Großschadensereignissen einset- zen. In den vergangenen Jahren habe der Bund den Ländern aber nur 48 Millionen Euro zur Verfügung ge- stellt.

Bayern verfügt in der nichtpolizei- lichen Gefahrenabwehr über mehr als 470.000 Einsatzkräfte. Davon sind rund 450.000 ehrenamtlich tä- tig. „Kein anderes Land der Bun- desrepublik kann eine ähnlich hohe Ehrenamtsquote vorweisen und hat diese integrative Kraft für die Ge- sellschaft. Die Ehrenamtlichen sind die ‚Unbezahlbaren‘ unserer Gesell- schaft“, so der Innenminister.

Dekon-Fahrzeug für Hochwassergebiet in Bosnien

16. Juni 2014

DMF des Landkreises für überflutetes Krisengebiet - Landrätin Tanja Schweiger übergab Fahrzeug-Schlüssel an bosnische Feuerwehr-Delegation

Pentling (RL). 2013 war es noch beim Hochwasser in Deggendorf im Einsatz – jetzt wird es im Überschwemmungsgebiet von Zvornik an der bosnisch-serbischen Grenze seinen Dienst tun: Die Rede ist vom Dekontaminationsfahrzeug (kurz: DMF) des Landkreises Regensburg, das zuletzt im ABC-Zug bei der Feuerwehr Pentling eingesetzt war und das nun an eine bosnische Feuerwehr-Delegation übergeben wurde. Im dortigen überfluteten Krisengebiet soll es nun dafür sorgen, dass die Seuchengefahr gebannt und der Trinkwassertransport sichergestellt wird. Landrätin Tanja Schweiger übergab bei der FFW Pentling den Wagenschlüssel an Slavisa Milic – er führte als stellvertretender Feuerwehrchef die dreiköpfige Delegation an - und wünschte ihm und den Helfern viel Erfolg beim Einsatz in den Hochwasser-Gebieten.
Theodor Gruschka von der Feuerwehr-Direkthilfe Regensburg war durch einen Zeitungsartikel auf den Notstand im Hochwassergebiet auf dem Balkan aufmerksam geworden und hatte durch Priester Stanko Rakic von der serbisch-orthodoxen Gemeinde Regensburg Kontakt zur Feuerwehr Zvornik aufgenommen, um Hilfe in Form eines alten DMF anzubieten. Da der Landkreis seit April über ein neues DMF verfügt, war man hier bereit, das alte, noch voll funktionsfähige Gefährt abzugeben. Unter Mithilfe der Dolmetscherin Vera Herzig aus Pentling erhielten die bosnischen Feuerwehrler in Pentling eine Kurzeinweisung in die Handhabung des DMF und können nun mit dessen Hilfe die Aufräumarbeiten unterstützen

Dekontaminationsübung mit Medizin-Studenten der Uni Regensburg

07. April 2014

Am Mi. 2. April nahmen einige Medizin-Studenten der Uni Regensburg an einer Dekontaminationsübung der ABC-Komponente in Pentling teil.

Die Übung ist Teil einer speziellen Ausbildung, die die angehenden Ärzte auf Katastropheneinsätze vorbereiten soll. Im Rahmen dieser Übung durften die Studenten auch selbst einmal die schweren Chemikalienschutzanzüge (kurz CSA) anlegen. Durch die praktische Ausbildung lernen die Studenten die Möglichkeiten der Feuerwehren kennen, wissen um den Zeitaufwand und auch um die körperliche Belastung unter der schweren Schutzausrüstung.

Organisiert wurde die Übung von KFA Dr. Amann

Fotos: Eder

Neues Feuerwehrfahrzeug Dekon-P

06. April 2014

Die Feuerwehr Pentling hat ein neues Fahrzeug erhalten!

Es handelt sich bei diesem Fahrzeug um ein sogenanntes Dekon-P und wird zentral vom Bund an verschiedene Stützpunkte in Deutschland verteilt. Der Gemeinde Pentling entstehen dadurch keine Kosten.

Bei den Dekon-P-Fahrzeugen handelt es sich um geländefähige LKW mit Planenaufbau und Spezialbeladung für verschiedensten ABC-Gefahren. Primär dienen die Fahrzeuge zur Dekontamination von einer großen Anzahl von Personen, daher der Name Dekon-P. Die Feuerwehr Pentling übernimmt mit dem Fahrzeug eine besondere Aufgabe im Landkreis Regensburg und auch darüber hinaus.

Angefordert wird das Fahrzeug bei Großschadensereignissen, z.B. Chemieunfälle, aber die ABC-Einheit war z.B. auch präventiv während der Fußball-WM in Deutschland 2006 direkt an der Allianz Arena in Fröttmanning stationiert.

ABC Zug des Landkreises Regensburg übte realistisch

30. Oktober 2013

Am Sonntag den 18. August 2013 übten die Einsatzkräfte des ABC-Zuges des Lkr. Rgbg. den Ernstfall bei einer Außentemperatur von 30° im Chemiepark Wacker Burghausen. Die Übung war eine einmalige Möglichkeiten zusammen mit der Werksfeuerwehr sich fortzubilden.

Angefangen wurde mit einer Theoriestunde in der Hauptfeuerwehrwache, die der Technische Einsatzleiter der Werksfeuerwehr Vicenzo Bucci leitete. Im Anschluss erfolgte eine angelegte Einsatzübung zum Thema Gefahrgutunfall/-Austritt. Die Praktischen Übungen wurden nach der Vorgabe der Feuerwehrdienstvorschrift 500 (ABC-Einsatz) durchgeführt. 

Es wurden das Errichten und Betreiben eines Notdekoplatzes geschult. Auch ein falsches Verhalten, das im Realeinsatz tödlich enden kann, wurde von den beiden Ausbildern und mit den Teilnehmern am Ende der Übungseinheit besprochen.

Gegenüber einer ABC-Übung im Jahr 1998 als man ebenfals schon mal in in Burghausen übte, ist seitem die Praxisgetreue Ausbildung zur Grundlagen bei ABC-Übungen geworden.

 

Hochwasser Matting

 

Nachdem die 14 Teilnehmer des ABC-Zugs Regensburg eine Auffrischung im Bezug auf die neuen Kennzeichnungen und den Umgang mit Gefahrstoffen erhalten haben, konnten sie ihr Können und ihre Einsatzmittel in der Praxis unter Beweis stellen.

Mit dem Einsatzbefehl ,,Pkw in Kesselwagen, zwei Personen eingeklemmt, Austritt von Gefahrgut, Einsatz für den ABC-Zug Regensburg zur Personenrettung, Brandbekämpfung und Abdichten des leckgeschlagenen Gefahrgutwagons!“ verlangte der Übungsleiter den freiwilligen Einsatzkräften einiges ab. Zumal es mit dem reinen Einsatzbefehl noch nicht getan war, da für die zu Rettenden Personen und die eingesetzten Einsatzkräfte, insbesondere die CSA-Träger, die sich in dem kontaminierten Bereich, dem sogenannten Schwarzbereich aufhielten ein Notdekonplatz errichtet werden musste, um sie und die eingesetzten Gerätschaften zu dekontaminieren.

Die Wahrscheinlichkeit in der Realität eine Person in dieser Situation erfolgreich retten zu können sinkt auf Null, wenn man bedenkt, dass 10 Meter um den Kesselwagen alles, wie im Übungsszenario angenommen mit verdünnter Salpetersäure getränkt ist. Dennoch konnte die Leckage erfolgreich abgedichtet und ein weiteres Austreten des Gefahrstoffes verhindert werden und der Brand gelöscht werden. Im Ganzen war die Übung äußerst lehrreich, da es selten die Möglichkeit gibt, solche Lagen realitätsnah zu Üben.

Interessanter Artikel auf der Homepage der Mittelbayerischen Zeitung

3. November 2012

Auf der Homepage der Mittelbayerischen Zeitung finden Sie einen interessanten Artikel zur Tagesalarmsicherheit, Veränderung der Demografie, sowie der Bereitschaft zum Ehrenamt.

Den Artikel finden Sie hier: Mittelbayerische.de/Im Alarmfall kann es brenzlig werden

ABC-Komponente Gruppenbild
Die ABC-Komponente bei der FIFA Fußball WM in München